BOS-Sicherheitskarten

Nichts geht im BOS-Digitalfunk ohne sie – die BOS-Sicherheitskarte. Das datentechnische „Herzstück“ jeden funktionsfähigen BOSDigitalfunkgerätes. Ähnlich wie in der mobilen Telefonie, in der kein Mobiltelefon ohne GSM-Karte funktioniert, wird erst durch das Einsetzen einer vorbereiteten BOS-Sicherheitskarte das Digitalfunkgerät „zum Leben“ erweckt.

Gegenüber dem derzeitigen analogen Funknetz, das bis auf wenige Spezialfälle ohne jegliche Funktionen der Kommunikationssicherheit betrieben wurde bzw. wird, lassen erst die digitalen Funknetze flächendeckende Sicherheitsfunktionen zu.

Für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ist eine in jeder Hinsicht sichere Kommunikation unerlässlich.

Da der im neuen BOS-Netz verwendete Funkstandard Tetra den Sicherheitsanforderungen der deutschen BOS nicht umfassend gerecht wird, entwickelte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein entsprechendes Kryptosystem.

So werden alle BOS-Endgeräte (Funkgeräte) in Deutschland mit einem Ende-zu-Ende Verschlüsslungssystem ausgestattet . Allein in Deutschland wird so eine sichere Übertragung auf dem gesamten Übertragungsweg sichergestellt, die das Tetra-System allein nicht sicherstellen kann. Diese Datensicherheit sucht in Europa ihresgleichen.

Diese Kryptokomponente steht als BOS-Digital Sicherheitskarte zur Verfügung.
Aufgrund taktischer Anforderungen der BOS wurden in die BOS-Sicherheitskarte weitere Funktionen zusätzlich zur Ende-zu-Ende-Verschlüsslung implementiert:
– Netzzugangsberechtigung (SIM-Funktion)
– Operativ-taktische Adresse OPTA (Funkrufname)
– Externer sicherer Speicher für funkspezifische Daten
Alle BOS-Sicherheitskarten durchlaufen, bevor sie zu den Nutzern gelangen, mehrere Zertifizierungsstellen. Eine davon ist die Kryptovariablenmanagemenstation (KVMS).
Im Technischen Polizeiamt Sachsen-Anhalt sind zwei KVMS in Betrieb.
Sie dienen einerseits zum Personalisieren der Sicherheitskarten, d. h. unter anderem der Eintragung von Gültigkeit, Besitzer und Funkrufnamen, andererseits zum automatisierten Verteilen der Schlüssel
an die Endgeräte.

Im letzten Quartal 2009 wurden etwa 8.000 BOSSicherheitskarten für das Land Sachsen-Anhalt bestellt. Jede einzelne BOSSicherheitskarte muss an einer KVMS individuell personalisiert werden. Im Anschluss erfolgt die Einbindung in einen Standardverkehrskreis.

Ist die Sicherheitskarte im Standardverkehrskreis angemeldet erfolgt noch die Vergabe des Aliasnamens. Diese operativtaktische
Adresse dient zur Darstellung von Teilnehmern im Display der Funkgeräte. Der gesamte Arbeitsablauf an der KVMS für jede BOSSicherheitskarte wird mit ca.15 Minuten berechnet.

Für alle Behörden mit
Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben im Land Sachsen-Anhalt werden ca. 20.000 BOS-Sicherheitskarten benötigt, die alle individuell aufwendig manuell konfiguriert werden müssen.

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